FÜHRERSCHEIN-AUSBILDUNG IM MCL

Von Anfang an war die Vermittlung von fundiertem Fachwissen und Sicherheit im Umgang mit dem Boot einer der Schwerpunkte in dem noch jungen MCL.

Durch Referate und Erfahrungsaustausch bei den monatlichen Clubabenden konnte der Wissensdurst der Mitglieder zunächst gestillt werden. Bald jedoch wurde der Ruf nach gezielter Ausbildung im eigenen Club zum Erwerb der entsprechenden Führerscheine immer lauter.

Im Oktober 1975 war es dann soweit. Der erste Führerscheinlehrgang unter der Leitung von Jürgen Jansen begann. Ihm zur Seite stand Bernd Tump. Beide sorgten dafür, dass neben der notwendigen Theorie auch die praktische Ausbildung nicht zu kurz kam.

Mit 10 - 12 m langen Charterbooten wurde auf dem winterlichen „Sneeker Meer" das An- und Ablegen sowie das „Mann über Bord" - Manöver so lange geübt, bis es auch der letzte im Schlaf konnte.

Am 14.01.1976 nahm die Prüfungskommission Düsseldorf die erste Führerscheinprüfung des MCL für den „Motorboot-Führerschein A für Binnenfahrt" ab und bescheinigte den Teilnehmern einen hervorragenden Ausbildungsstand. Der Herbst des gleichen Jahres sah die Ausbildungscrew wieder in Aktion für die erste Ausbildung zum Erwerb des „Sportboot-Führerschein See", wie er heute heißt.

Neu hinzugekommener Ausbilder für die Navigation war Hein Höpfner. Eine rekordverdächtige Zahl von 52 Führerscheinaspiranten (bis heute nicht wieder erreicht) legte am 26.03.1977 die Prüfung in Düsseldorf ab, und 51 von ihnen bestanden diese auch.

Ein weiterer Lehrgang für den Binnenführerschein schloss nahtlos an, damit war für die Zukunft der Rhythmus gefunden: jeweils im Oktober begann man mit der Ausbildung für den Führerschein See und im darauffolgenden März mit dem Führerschein Binnen A.

Wie überall im Leben galt auch hier die Weisheit „Das einzig Beständige im Leben ist der Wandel". So wurden Hein Höpfner und Bernd Tump von Dagmar Ostermann und Wilhelm Kapfer abgelöst. Ab 1983 bildeten Jürgen Jansen und Wilhelm Kapfer das alleinige Ausbildungsteam.

Die Übungsfahrten, deren Umfang inzwischen sowohl an Zahl, als auch an Inhalt erheblich zugenommen hatten, wurden mittlerweile mit eigenen Booten gefahren. Die durchaus nicht „branchenübliche" niedrige Durchfallquote blieb und ist auch heute noch Markenzeichen des MCL.

Ein wichtiges Ereignis konnte 1984 vermeldet werden: Der MCL wurde „Anerkannte Ausbildungsstätte des DMYV", und die Ausbilder erhielten die entsprechende Ausbilderlizenz. Die alljährlich wiederkehrenden Lehrgänge wurden schon lange nicht mehr nur von Clubmitgliedern belegt, sondern zum größten Teil von Wassersportbegeisterten aus der umliegenden Region. Gerade diesen Personenkreis mit Informationen zu versorgen, die weit über den reinen Lehrstoff hinausgehen, ist noch immer ein besonderes Anliegen unserer Ausbilder.

1989 konnte Wilhelm Kapfer aus Zeitgründen nicht mehr an der Ausbildung teilnehmen und Wolfgang Richert trat an seine Stelle. Nachdem Jürgen Jansen 1991 den MCL verließ, füllte Wolfgang Richert sofort diese Lücke und übernahm die Leitung der Ausbildung, und Wilhelm Kapfer konnte für seine alten Aufgaben wieder aktiviert werden.

An den Grundlagen der theoretischen Ausbildung änderte sich nichts, jedoch wurden die praktischen Übungsfahrten von Holland in das Hausrevier am Dortmund-Ems-Kanal verlegt und noch stärker intensiviert.

Seit 1994 ist der MCL stolzer Besitzer eines eigenen Ausbildungsbootes, welches in Anlehnung an die Lehrlinge der Seefahrt „Moses" getauft wurde.


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